EH - Online

Hilfe bei Rauschzuständen


Was ist Drogenabhängigkeit?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemerkt dazu: Drogenabhängigkeit bezeichnet einen körperlichen und/oder seelischen Zustand, der sich aus der Wechselbeziehung zwischen einem bestimmten Stoff und dem Organismus entwickelt und der mit dem Zwang der fortlaufenden Einnahme des Mittels verbunden ist. Jeder, der suchterzeugende Stoffe anwendet, läuft Gefahr, drogenabhängig zu werden. Suchtgefährdende Stoffe, mit denen wir konfrontiert werden können, sind Alkohol, Medikamente, Nikotin und Rauschgift. Es gibt kein ungefährliches Rauschgift!

Warum sind Drogen so gefährlich?

  • Weil sie die Gesundheit schädigen und den Menschen physisch und psychisch zertören.
  • Weil wir die Gefahr meist gar nicht bemerken.
  • Weil wir uns oft überschätzen und glauben, mit der Gefahr fertig zu werden.
  • Weil, wenn wir die Gefahr erkennen, oft gar nicht wissen, wie wir ihr erfolgreich begegnen können
Übrigens...
  • Aus ganz normalen Familien kommen ganz normale Süchtige.
  • Eine spezielle Erste Hilfe für den akuten Rauschgiftnotfall gibt es nicht. Es gelten die während des Erste-Hilfe-Lehrgangs allgemein erlernten Maßnahmen, die auf den folgenden Seiten kurz zusammengefaßt sind.
  • Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachte. Man muß beispielsweise damit rechnen, daß die Betroffenen die angebotenen Hilfen ablehnen oder sich gegen sie wehren. Hier kann unter Umständen energisches Handeln den notwendigen Erfolg bringen.
  • Hilfe fängt bei Drogen schon viel früher an, nämlich bei der Vorbeugung. Vorbeugung ist möglich.
Die ersten wichtigen Schritte:
  • sich umfassend an kompetenter Stelle informieren
  • sich die tatsächlichen Gefahren bewußt machen
  • sich nicht überschätzen, also keine "Ich-mache-das-schon-Stimmung" aufkommen lassen
  • kein Mitläufer werden.
Drogenabhängige Menschen sind kranke Menschen und kranke Menschen bedürfen der Hilfe.

Wo liegen die Möglichkeiten und Aufgaben dieser Hilfe?

Es ist sinnvoll, zwischen nichtakuten und akuten Zuständen zu unterscheiden.
Unter nichtakuten Zuständen verstehen wir Langzeitwirkungen im seelischen und körperlichen Bereich.
Zu den akuten Zuständen zählen wir

  • den erwünschten Rauschzustand,
  • Vergiftungserscheinungen und
  • Folgeerscheinungen.

Benutzerhinweis Inhaltsverzeichnis Stichwortliste

© Deutsches Rotes Kreuz e. V., Generalsekretariat
erarbeitet durch Jugendrotkreuz Pfrondorf, KV Tübingen